Vernachlässigung von Wohnungsbeständen

In vielen auch der von uns besuchten Stadtteile sind in den letzten 10 Jahren ehemals kommunale und unternehmensgebundene Wohnungsbestände an Kapitalanlagegesellschaften verkauft worden. Dadurch hat sich die Wohnsituation für viele Bewohner/innen massiv verschlechtert. Investitionen und Reparaturen bleiben aus, ganze Wohnblöcke verwahrlosen, Schimmel, nicht funktionierende Fahrstühle und bröckelnde Fassaden sind oftmals Teil davon. Dies verletzt nicht nur das Recht auf menschenwürdiges Wohnen, sondern läuft auch den Aktivitäten engagierter Bewohner/innen zur Verschönerung und Aufwertung ihres Stadtteils entgegen. Bei den Bewohnerinitiativen hinterlässt es oftmals Frustration und Resignation, dass es vor Ort keinen verbindlichen Ansprechpartner gibt, der Verantwortung für die Behebung von Mängeln übernimmt.

Da die Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten außerhalb der Reichweite einzelner Bewohnerinitiativen vor Ort liegt und nicht auf das Land Niedersachsen zu beschränken ist, haben wir dazu bundesweit recherchiert und am 24. Februar 2011 einen Expertenworkshop durchgeführt. Ziel war es, Handlungsmöglichkeiten auf Seiten der Kommunen und der Gemeinwesenarbeit auch unter Anwendung vorhandener Rechtsinstrumente auszuloten bzw. kennenzulernen.
PDF-Logo Protokoll Austauschtreffen Fondsgesellschaften 24.02.2011 (83 KB)

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