Ausgangssituation
Im Rahmen der sozialen Stadtentwicklung sind in vielen Projektgebieten Bewohnerorganisationen entstanden - Selbstorganisierte Bürgergruppen und -initiativen, Bewohnervereine, Sprecherkreise von Stadtteilforen, Bewohnerjurys von Verfügungsfonds sowie Stadtteilvereine, in denen Bewohner und Professionelle gemeinsam an der Entwicklung ihres Quartiers arbeiten. Hinter der Gründung der Bewohnerinitiativen und -organisationen steht das Interesse, den eigenen Stadtteil mitzugestalten und lebenswerter zu machen.
Das Engagement, das Bewohner/innen in die soziale Stadtentwicklung einbringen, ist Grundlage für eine nachhaltige und an den Bedürfnissen der Bewohner/innen ausgerichtete Entwicklung der Stadtteile. Dieses Engagement zu fördern, zu unterstützen und überhaupt erst möglich zu machen ist zentrales Handlungsfeld in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf. In vielen Kommunen ist in den vergangenen Jahren diese Aktivierung gelungen bzw. weit vorangeschritten.
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben jedoch deutlich gemacht, dass auch künftig eine kontinuierliche Unterstützung, in welcher Form auch immer, nötig sein wird. Bei vielen Engagierten, insbesondere den Ehrenamtlichen, bestehen Unsicherheiten darüber, wie sie einzelnen Anforderungen am besten begegnen können. Manchmal sind es strukturelle Unklarheiten vor Ort oder einfach nur die Klärung von Grenzen und Möglichkeiten im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten. Häufig fehlt die Möglichkeit des Austausches mit anderen engagierten Ehrenamtlichen oder begleitenden Professionellen. Der Bedarf an stadtteilbezogener Qualifizierung und Weiterbildung wird oft ausgedrückt, über die passende Form hingegen besteht meist Unklarheit.