Methoden
Das Besondere am Projekt AKZENT ist die Verknüpfung von Forschung mit der Praxis von Bewohnerinitiativen vor Ort. Das Projekt verbindet eine systematische Bestandsaufnahme über die Belange von Bewohnerinitiativen mittels partizipativ angelegter Erhebungsinstrumente mit der Entwicklung von Unterstützungsinstrumenten. Die systematische Stärken-Schwächen-Analyse der beteiligten Bewohnerorganisationen umfasst ein Treffen vor Ort mit workshopartigem Charakter sowie eine ergänzende schriftliche Befragung der Gruppenmitglieder. Um auch die Aspekte einer Außensicht auf die Bewohnerorganisationen in die Analyse einbeziehen zu können, werden auch von der Gruppe benannte, "externer Akteure" aus dem örtlichen Zusammenhang befragt. Der Fragebogen wird nach dem ersten Treffen aus den ortspezifischen Gegebenheiten heraus entwickelt.
Der Ertrag des Projekts ist daher auf verschiedenen Ebenen zu sehen: Einerseits profitieren alle interessierten Akteur/innen der Stadtteilentwicklung von der empirischen Fundierung bisher nur vermuteter Zusammenhänge, die die Situation von Bewohnerorganisationen in, sozialen Brennpunkten betreffen. Andererseits sind die Gruppendiskussionen so angelegt, dass sie für die Gruppen keine bloße Befragung ohne direkten Output für ihre eigene Arbeit sind, sondern Reflexionsprozesse über Zielstellungen, Selbstverständnis, Probleme, Erfolge und konkrete Strategien für die Zukunft anregen. Schließlich werden in direktem Austausch mit den Bewohnerinitiativen Angebote (fort-) entwickelt, die die Gruppen bei ihrer Arbeit unterstützen.