Projektinhalt
Das Projekt AKZENT wurde von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Niedersachsen (
LAG) und Zoom
e. V., einem praxisnahen Forschungsinstitut in Göttingen, entwickelt. Ziel ist es, Bewohner/innen zu unterstützen, die sich in ihren Stadtteilen engagieren. Bewohnerinitiativen und Bewohnergremien stehen in den Stadtteilen vor verschiedenen Herausforderungen: Wie können wir andere Bewohner/innen ansprechen? Wie können wir das Miteinander in der Gruppe stärken? Was sind unsere Ziele und wie können wir sie erreichen? Wie können wir die Arbeit auf verschiedene Schultern verteilen? Wie können sich die Aktiven gegenseitig unterstützen? Wo bekommen wir finanzielle Unterstützung her?
Hier setzt das Projekt AKZENT an. Im Rahmen des Projektes wird untersucht: Was läuft in den Bewohnerinitiativen gut und wo gibt es Schwierigkeiten? Welche Rahmenbedingungen und Unterstützung haben engagierte Bewohner/innen und welche brauchen sie? Um dies herauszubekommen, werden Gruppendiskussionen mit Engagierten in 11 Städten bzw. Stadtteilen in ganz Niedersachsen durchgeführt. Die Mitglieder der jeweiligen Gruppen haben außerdem die Möglichkeit, sich in einem gesonderten Fragebogen über ihre Sicht auf die Gruppe zu äußern. Auch externe Akteur/innen im Stadtteil werden mithilfe eines anonymen Fragebogens zu den Aktivitäten der jeweiligen Bewohnerinitiativen befragt.
Mit dem Ziel, Unterstützungsmöglichkeiten für das Engagement der Bewohner/innen zu entwickeln, findet ein zweites Treffen mit den Initiativen statt: Es werden zum einen die Ergebnisse "der Erhebungsphase" zurückgespiegelt, zum anderen werden anstehende Themen vertieft, Klärungsbedarfe verdeutlicht und passende Formen der Unterstützung gesucht.
Diese kann ganz unterschiedlich aussehen: Manchmal genügt es bereits, dass bei einer Gruppendiskussion einmal alle an einem Tisch sitzen und sich mit Fragen beschäftigen, die im alltäglichen "Geschäft" oft untergehen. Darüber hinaus bieten wir
z. B.:
- landesweite Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote
- Gruppenberatung und Gruppenmoderation
- landesweiten Erfahrungsaustausch mit anderen Gruppen aus Niedersachsen, um gegenseitig voneinander zu lernen.
Es geht bei dem Projekt also einerseits darum, niedersachsenweit herauszuarbeiten, was Bewohnergruppen leisten und vor welchen Herausforderungen und Fragen sie bei ihrem Engagement stehen. Zum anderen wird mit den Gruppen gemeinsam an der Überwindung von Schwierigkeiten gearbeitet, Unterstützungsideen - vor Ort und niedersachsenweit - entwickelt und soweit wie möglich umgesetzt.